Sind unsere Renten wirklich sicher?

Dramatische Entwicklung

Die Durchschnittsrente in Deutschland liegt laut den aktuellen Statistiken der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2024 in den alten Bundesländern bei rund 1.620,90 € (brutto, also vor Abzug der Steuern)1. Männer im Westteil Deutschlands erhalten im Durchschnitt 1.212,00 € Altersrente, Frauen sogar nur 737,00 €. In den östlichen Bundesländern landen bei Rentnern 1.292,00 € und bei Rentnerinnen durchschnittlich 1.082,00 € auf dem Konto2.
Die Renten für Frauen im Osten sind tatsächlich höher als die für Frauen im Westen. Dieser Unterschied hat mehrere Gründe. Einer der entscheidensten Punkte sind die sogenannten Erwerbsbiografien: Frauen in der ehemaligen DDR wiesen eine höhere und durchgängigere Erwerbsbeteiligung auf als im Westen3. Das bedeutet, dass ostdeutsche Frauen im Laufe ihres Arbeitslebens tendenziell mehr Jahre gearbeitet haben. Da in der DDR niemand als arbeitslos galt, haben ostdeutsche Frauen lückenlosere Erwerbsbiografien3

 Tatsächlich schaffen es nur etwa 50 Personen in Deutschland, auf eine Rente von über 3.000,00 € zu kommen, was etwa der höchsten erzielbaren Rente entspricht4.

Keine Rente über 3.500,00 € nach 45 Jahren Arbeit

Mit der jährlichen Renteninforation erhält jeder von uns vor Augen geführt, wieviel Rente man im Alter erwarten kann. Diese berechnet sich nach den erarbeiteten Entgeltpunkten. Da es eine sogenannte eitragsmessungsgrenze gibt, haben diese Entgeltpunkte eine Höchstgrenze. Wer also über dieser Beitragsmessungsgrenze verdient, erhält trotzdem nicht mehr Entgeltpunkte. Es können derzeit maximal etwa 2 Rentenpunkte pro Jahr gesammelt werden.
Wer also 45 Jahre lang arbeitet und sein gesamtes Arbeitsleben lang mindestens den Betrag der o.g. Beitragsbemessungsgrenze verdient (was z.B. bei Berufsanfängern in den ersten Jahren der Tätigkeit in der Regel nicht der Fall ist) und damit in jedem Jahr volle 2 Rentenpunkte erreicht, der sammelt in seinem gesamten Berufsleben 90 Rentenpunkte (45 Jahre * 2 Punkte)5. Diese 90 Punkte mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert (dieser beträgt laut Deutscher Rentenversicherung in 2024 zum ersten Mal bundeseinheitlich 37,60 €6), ergibt sich eine maximal erzielbare Rente in Höhe von 3.384,00 € . . . nach 45 Jahren Arbeit.

Minister-Rente über 4.700,00 € nach 2 Jahren im Amt

Der 8. Dezember 2023 war für die aktuelle Bundesregierung ein besonderes Anlass zum feiern: Ab diesem Tag waren ihnen die üppigen Pensionen sicher, nachdem sie 2 Jahre im Amt waren (eigentlich haben Mitglieder der Bundesregierung erst nach einer vollen Legislaturperiode – also nach vier Jahren im Amt – Anspruch auf die Pension, aber falls der Bundeskanzler zurücktritt oder der Bundestag aufgelöst wird, gilt der Pensionsanspruch schon nach 2 Amtsjahren).
Der Kanzler und seine Minister haben nach 4 Jahren im Amt Anspruch auf 27,74 % des aktuellen Ministergehaltes plus Ortszuschlag. Das wären zur Zeit für Scholz etwa 5.700,00 € und für die Minister etwa 4.700,00 € im Monat. Völlig unabhängig von der bisherigen Lebensleistung und unabhängig von irgendwelchen gesammelten (oder aufgrund fehlender Berufstätigkeit nicht gesammelten) Rentenpunkten.
Für eine Rente in Höhe von 4.700,00 € müssten wir als normale Arbeitnehmer mit Durchschnittslohn ungefähr 125 Jahre arbeiten7.

Eine Kontenklärung sichert Ihnen die höchstmögliche Rente!

Damit am Ende des langen Arbeitslebens auch die wohlverdiente Rente mit der passende Anzahl Rentenpunkten steht, wird ein lückenloser Nachweis aller rentenrechtlichen Zeiten benötigt, um die tatsächlichen Ansprüche nachzuweisen. Sicherlich prüfen Sie regelmäßig Ihr Bankkonto, aber machen Sie das auch mit Ihrem Rentenkonto? Insbesondere in jungen Jahren, in denen die Rente noch so weit weg ist, aber wo die häufigsten Veränderungen im Arbeitsleben anstehen, sind viele bei der Prüfung noch etwas nachlässig.
Je später man mit der Prüfung beginnt, desto schwieriger wird es, nachträglich Nachweise vorzulegen.

Für Mitglieder des Versorgungswerks der Handwerkskammern Magdeburg und Halle (Saale) (Mitgliedsbeitrag von nur 12,00 € im Jahr für Handwerksunternehmen, Mitarbeiter und deren Familienangehörige sowie Freunde und Unterstützer des Handwerks) umfasst unser Beratungsservice:

  • Klärung des Rentenkontos
  • Analyse der Gesamtversorgung
  • Einbeziehung staatlicher Förderungen bei der Altersversorgung
  • Pfändungsschutz bei der Altersversorgung

Zudem können folgende Punkte geprüft werden:

  • Vorteile eines Minijobs
  • Befreiungsmöglichkeiten von der Gesetzlichen Rentenversicherung
    • sowie die Darstellung der Auswirkungen

Es gibt noch viele weitere Vorteile, von denen Mitglieder der Versorgungswerk profitieren können, wie zum Beispiel Hilfe im Schadensfall, Erstellung einer DIN zertifizierten Versorgungsübersicht oder die Analyse der Versorgungssituation im Krankheitsfall. Wir informieren Sie gern über die Möglichkeiten.

Mit zwei tanzenden Rentnern als Symbolbild9 warb die Deutsche Rentenversicherung in dieser Woche für ihre tolle Leistung der Rentenanpassung zum 1. Juli 2024. Die Renten für rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner steigen . . . laut DRV deutlich . . . tatsächlich aber nur um magere 4,57 %10 (allein die Inflationsrate lag laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2023 schon bei +5,9 %11).

Im Vergleich dazu werden die Bezüge für Bundesbeamte und Versorgungsempfänger ab 1. März 2024 um einen Sockelbetrag in Höhe von 200,00 € erhöht und daran  anschließend noch mal um 5,3 % angehoben12. 

Nur nachrichtlich sei erwähnt, dass Bundestagsabgeordnete eine sogenannte Abgeordnetenentschädigung erhalten, die jedes Jahr zum 1. Juli automatisch angepasst wird. Sie beträgt seit dem 1. Juli 2023 monatlich 10.591,70 €13. 

Quelle: Deutsche Rentenversicherung
Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Die Erhöhung dieser „Entschädigung“ soll die Bedeutung des besonderen Amts der Abgeordneten sowie die damit verbundene Verantwortung und Belastung angemessen berücksichtigen. Hinzu kommt eine steuerfreie Aufwandspauschale. Diese wird jährlich zum 1. Januar automatisch an die Lebenshaltungskosten angepasst und liegt in 2024 bei 5.051,54 € monatlich. Von diesem Betrag müssen dann alle Ausgaben bestritten werden, die zur Ausübung des Mandates anfallen (Wahlkreisbüro, 2. Wohnsitz in Berlin, Büromaterial im Wahlkreis, Kosten der Wahlkreisbetreuung).

Sollen die Renten stabil bleiben, braucht es bald viel mehr Geld. Dafür hat die Bundesregierung kürzlich eine große Rentenreform auf den Weg gebracht.
Es gibt Verfassungsrechtler, die halten die aktuelle Reform für nicht verfassungsrechtkonform, denn zahlen werden das vor allem die Jungen mit steigenden Beiträgen. Damit werden die Babyboomer bis 2039 wohl noch über die Runden kommen. Und dann? 

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) als 2. Säule des Deutschen Rentensystems wird in diesem Betrag ebenfalls diskutiert. Klar sollte für alle am Ende des Beitrags sein:
die Private Vorsorge, sowohl über die bAV, gemeinsam mit dem Arbeitgeber, als auch über eine Privatrente als 3. Säule, ist unverzichtbar, um sein Einkommen auch für das Alter zu sichern.

Hier kann das Versorgungswerk eine hilfreiche Stütze sein, um nach der Klärung des Rentenkontos die bestehende Rentenlücke zu ermitteln, das heißt: die Lücke zwischen dem aktuellen Einkommen (bzw. dem finanziellen Bedarf als Rentner) und der möglichen gesetzlichen Rente.

Dies ist ein Ausschnitt der „maybrit illner“ Sendung vom 14. März 2024.
Die Gäste der Sendung:
Hubertus Heil (SPD) Bundesminister für Arbeit und Soziales
Franziska Brandmann (FDP) Bundesvorsitzende Junge Liberale
Verena Bentele, VDK Präsidentin
Monika Schnitzer, Vors. Sachverständigenrat
Hermann-Josef Tenhagen, Journalist, Finanztip

Die ganze Sendung gibt es in der ZDF-Mediathek: https://kurz.zdf.de/LNLyd/

Michael Schmidt
Bachelor of Arts (B.A.), Immobilienmanagement
Geprüfter Fachmann für Versicherungsvermittlung (IHK)
-Kundenbetreuer-

INTER Versicherungsgruppe
Republikstraße 45
39218 Schönebeck (Elbe)

Mobil: 0175 299 299 5
Office: 039 28 763 963 6
eMail: michael.schmidt@inter.de

Quellen:
1 – https://www.wmn.de/business/geld/rente-so-hoch-faellt-sie-im-durchschnitt-aus-geld-id490557
2 – https://www.24hamburg.de/verbraucher/hoch-durchschnitt-netto-deutschland-altersrente-rentner-news-rente-so-92080076.html
3 – https://www.welt.de/wirtschaft/article5433259/Renten-im-Osten-17-Prozent-hoeher-als-im-Westen.html
4 – https://www.hna.de/wirtschaft/beitragsbemessungsgrenze-rentenpunkte-2023-rente-3000-euro-zr-92566682.html
5 – https://www.mainpost.de/im-fokus/rente/maximale-rente-hoechstrente-in-deutschland-23-3-24-art-11193248
6 – https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Wie-wird-meine-Rente-berechnet/wie-wird-meine-rente-berechnet_node.html
7 – https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/pension-scholz-und-seine-minister-bekommen-sie-auch-beim-regierungsbruch-86366330.bild.html
8 – https://beratung.inter.de/michael-schmidt
9 – https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Bilder/DE/Testimonials/Senioren/Freizeitaktivitaet/Paar_beim_Tanzen.jpg?__blob=wide&v=1
10 – https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2024/240319-rentenanpassung-2024.html
11 – https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
12 – https://www.beamten-informationen.de/startseite/aktuelle_meldungen/aktuelle_meldungen_20230612
13 – https://www.bundestag.de/abgeordnete/mdb_diaeten/mdb_diaeten-214848

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